Rosettenstadium Jacobskreuzkraut
Jungpflanze: Beachten Sie bitte die in diesem Stadium
noch rundlichen und wenig gefiederten Blätter! Diese enthalten noch keine
Bitterstoffe |
Beschreibung
30-120 cm hohe zweijährige und ausdauernde Pflanze. Einzelne Pflanzen
können durchaus Höhen von bis zu 180cm erreichen
Blütezeit: Juni –
September. Zweijährig bedeutet, dass die Pflanze erst im zweiten
Vegetationsjahr blüht, nicht, dass sie nur zwei Jahre alt wird
Blätter: fiederteilig, die Seitenzipfel rechtwinklig abstehend
Blüten: immer gelb,
Zungen- und Röhrenblüten in 15 - 20 mm breiten Körbchen. Zerriebene Blätter riechen
unangenehm
Verwandte, stark giftige Arten: Fuchskreuzkraut, Frühlings- Kreuzkraut
(Bilder und Beschreibung hier...),
Alpen-Kreuzkraut (Senecio alpinus), Raukenblättriges Kreuzkraut (Senecio
erucifolius), Wasserkreuzkraut (Senecio aquaticus), Gemeines
Kreuzkraut (S.vulgaris), welches oft mit der wilden Kamille verwechselt
wird. Das Gemeine Greiskraut ist ein häufiges Ackerunkraut ohne
Zungenblüten, nur 10 - 30 cm hoch und blüht von Februar bis
November. Link zu einer Abbildung: http://flora.nhm-wien.ac.at/Seiten-Arten/Senecio-vulgaris.htm
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Haltbarkeit der Samen: 16 - 20
Jahre, Vernichtung durch Vergärung oder Verrottung (Kompost, Mist)
nicht möglich!
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Bei
Schnitt zum Vorblüte- oder Blütezeitpunkt entwickelt Kreuzkraut
eine sog. Notreife: innerhalb von wenigen Stunden bis einigen Tagen
kommt es zur Samenbildung
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Jede Pflanze kann bis zu 150.000 Samen bilden, die mit dem Wind
oder durch landwirtschaftliche Maschinen, Autos etc. weit verbreitet
werden. Das Absamen der Pflanze in der Nähe von
Futtermittelgewinnungsflächen (Wiesen, Weiden) ist unbedingt zu verhindern!
Bild
links: Jungpflanze mit typischer Wurzelstock- Bildung.
Beachten Sie die rundlichen Keimblätter! erste Keimblätter der
Minipflanzen sind 1 - 2 cm klein und zeigen noch keine Fiederung |
Jacobskreuzkraut in der Blüte |
Die ganze Pflanze ist stark giftig. Ihre Giftstoffe (Alkaloide) sind auch in
Heu und Silage wirksam. Die Blüten weisen die höchste Konzentrationen an Alkaloiden auf; junge Pflanzen
sind am giftigsten.
Auf der Weide wird älteres Jakobskreuzkraut normalerweise gemieden, jedoch wenn das Vorkommen hoch
und / oder die Pflanze im
Rosettenstadium ist, wird sie insbesondere von jungen Tieren oder bei
wenig Grasbestand (Futterknappheit) häufig aufgenommen. Mehrere
Todesfälle beim Pferd bestätigen die Aufnahme von Frischpflanzen.
In
Heu und Silage werden die Pflanzen immer (!) gefressen, da sie ihren typischen
Eigengeruch und ihre Bitterkeit verlieren. Ausgerissene oder abgemähte Pflanzen nicht
liegenlassen!
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| Über die Gefährlichkeit der Jungpflanzen
Vorsicht bei Jungpflanzen im Rosettenstadium und bei starkem
Auftreten. Die jungen Triebe enthalten für 6 - 7 Wochen noch keine
Bitter- und Geruchsstoffe, sind aber schon giftig und können somit vor allem von unerfahrenen Jungtieren und / oder in dichteren Beständen
bzw. bei Überweidung
/ Futtermangel
durchaus gefressen werden.
Nachwachsende Pflanzen
Auf Schnitt reagiert
Jakobskreuzkraut mit stärkerem Austreiben. Zudem steigt der
PA-Gehalt innerhalb kürzester Zeit um das Hundertfache. Es ist also
der falsche Weg, durch Mähen während des Weidegangs diese Pflanzen eindämmen zu
wollen, denn der Neuaustrieb wird gefördert und die Vergiftungsgefahr steigt.
Pflanzen
ausstechen! Nicht blühende, nicht samentragende Pflanzen
können auf dem Misthaufen entsorgt werden. Nach Erkenntnisse der Landwirtschaftskammer Niedersachsen sollte aber kein Wurzelwerk auf dem Kompost
entsorgt werden. Gefahr der Neuwurzelung! Mehr darüber auf der
Seite "Entsorgung"
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